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Rettung aus der Insolvenz: Luther berät bei komplexer Übernahme der DRK-Kliniken Nordhessen durch die Helios Kliniken Gruppe

Frankfurt a. M. – Die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat mit ihren Kooperationspartnern im Auftrag des Gesellschafters DRK-Schwesternschaft Kassel e.V. die Rettung des DRK-Krankenhauses in Kassel erfolgreich beraten und außerhalb des laufenden M&A-Verfahrens des Insolvenzverwalters mit der Helios Kliniken GmbH einen strategischen Partner gefunden.

Das traditionsreiche DRK Krankenhaus mit den Standorten Kassel-Wehlheiden und Kaufungen zählt insgesamt 433 Betten, zwölf Fachabteilungen sowie zehn interdisziplinäre Zentren und mehr als 1.000 Mitarbeiter. Im Juni dieses Jahres wurde durch den früheren „Sanierungs-Geschäftsführer“ Alexander Lottis (ENDERA-Gruppe) Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Franz-Ludwig Danko bestellt, der versuchte, geeignete Investoren zu finden.

Dem Frankfurter Luther-Partner Thomas Köhler und seinem Team gelang es nun, in Zusammenarbeit mit Clairfield International (Finanzberatung) und der Kanzlei semper fidelis (insolvenzrechtliche Beratung), mit der Helios Kliniken Gruppe einen Partner zu finden und damit zur Überraschung des Insolvenzverwalters die Rücknahme des Insolvenzantrags zu ermöglichen. Ein ungewisser Ausgang des bisherigen Insolvenzverfahrens mit einer drohenden Schließung des Krankenhauses konnte damit vermieden werden.

„Ich freue mich, dass mit Helios nun ein starker strategischer Partner für die DRK-Kliniken Nordhessen gGmbH gefunden ist. Vor allem hat uns das medizinische Konzept überzeugt, mit dem die Kliniken nicht nur erhalten, sondern auch erfolgreich in die Zukunft geführt werden können. Die DRK-Kliniken Nordhessen Gemeinnützige GmbH bleiben so weiterhin ein fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung im Großraum Kassel und ein zukunftsorientierter Arbeitgeber für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unseren zwei Klinikstandorten“, sagt Claudia Nehrig, Geschäftsführerin der DRK-Kliniken und Vorsitzende/Oberin der DRK-Schwesternschaft Kassel e.V. und ergänzt: „An dieser Stelle möchte ich besonders nochmal dem gesamten Team um Thomas Köhler danken, dass sich kompetent und ausdauernd für die Rettung unseres Krankenhauses eingesetzt hat“.

Der Erwerb durch Helios steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe des Bundeskartellamtes, die zeitnah erwartet wird.

Die Helios Kliniken Gruppe, Deutschlands und Europas größter privater Klinikbetreiber, sichert mit dem Erwerb den Fortbestand eines für die Versorgung in Nordhessen bedeutenden Standorts und ergänzt seine geografische Abdeckung in der Region. Es ist beabsichtigt mit dem Helios-Standort im nordrhein-westfälischen Warburg ein länderübergreifendes medizinisches Versorgungsnetzwerk etablieren. Die Helios Kliniken GmbH ist eine Tochter der Fresenius SE & Co. KGaA . 

Für DRK-Schwesternschaft Kassel e.V.:

Luther, Corporate/M&A: Thomas Köhler (Partner), Sebastian Fedder (Partner), Dr. Marcus Backes (Partner), Dr. Jan-David Jäger (Associate)

Clairfield International, Financial Advisory: Darius Kianzad (Managing Partner), Marc Daniels (Analyst)

semper fidelis, Insolvenzrecht: Timm Hartwich (Partner)

Für Helios Kliniken GmbH: Carolin Tetzel, Dirk Schneider

Dentons Europe LLP (Berater von Helios), Legal: Dirk Schöne (Partner), Judith Schmid (Counsel)



Verlag Dr. Otto Schmidt vom 03.09.2021 21:13

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