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Sanierender Insolvenzplan für Abellio Gesellschaft in Mitteldeutschland bestätigt

Hamburg, 16.06.2022 – Das Amtsgericht Charlottenburg hat auch den Insolvenzplan für die vierte Abellio Gesellschaft bestätigt. Die Aufhebung des Insolvenzverfahrens soll Ende Juni erfolgen. Damit steht die Sanierung der operativen Konzerngesellschaften der Abellio-Gruppe, die als Eisenbahnverkehrsunternehmen fungieren, vor dem Abschluss. Die mögliche Sanierung der deutschen Konzernobergesellschaft, der Abellio GmbH, durch einen Insolvenzplan verbleibt somit als noch zu bewältigende Aufgabe in diesem komplexen Konzerninsolvenzverfahren. Die Sanierung der Gesellschaften der Abellio Gruppe im Schutzschirmverfahren ist ein erneuter Beleg für die Qualität des deutschen Insolvenzrechts als Sanierungsrecht bei rechtzeitiger Einleitung der Verfahren sowie professioneller, kompetenter und zügiger Verfahrensführung.

Die Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH (ABRM) mit rund 950 Arbeitnehmern und einem Jahresumsatz von rund 240 Millionen Euro betreibt in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen Regionalbahnstrecken und dabei rund die Hälfte aller Regionalbahnstrecken in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen. ABRM konnte mit Unterstützung von BRL insbesondere mit den Aufgabenträgern der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen eine Vereinbarung über die langfristige Sicherung des Zugverkehrs auf den betroffenen Strecken schließen, die wiederum Grundlage des sanierenden Insolvenzplans war.

Bei Einleitung des Schutzschirmverfahrens waren Tochtergesellschaften der zur Niederländischen Staatsbahn gehörenden Abellio Gruppe in Mitteldeutschland, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg auf wesentlichen Regionalstrecken und im Dienstleistungsbereich aktiv.

Die Insolvenzplansanierungen für die Abellio Gesellschaften ABRM, WestfalenBahn GmbH, PTS GmbH und Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH gelangen in größtenteils unmittelbarem Austausch mit den Aufgabenträgern in Baden-Württemberg, mit den maßgeblichen Aufgabenträgern der WestfalenBahn GmbH, beraten von einem Luther Team, mit den maßgeblichen Aufgabenträgern der ABRM, die von einem GvW Team beraten wurden, und im unmittelbaren Austausch mit den Gläubigern der PTS GmbH.

Eine Insolvenzplansanierung der Abellio Rail GmbH, die circa jeden sechsten Zugkilometer im einwohnerstärksten Bundesland NRW betrieb, scheiterte. Die Aufgabenträger in NRW wurden von einem Heuking Team beraten. Mittlerweile hat einer der Vorstände des größten Verkehrsverbundes, des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), erklärt, den VRR vorzeitig zu Ende Juni zu verlassen. Eine übertragende Sanierung für die Abellio Rail GmbH und eine Überleitung der Verkehre per Ende Januar 2022 ist u. a. im unmittelbaren Austausch mit den Vertretern des Verkehrsministeriums in NRW dennoch gelungen.

Berater von Abellio und Ersteller der Insolvenzpläne war das auf Konzerninsolvenzen und -sanierungen spezialisierte Team von BRL unter Führung der Partner Dominik Demisch und Stefan Denkhaus in enger Abstimmung mit dem Team der Generalhandlungsbevollmächtigten um Prof. Dr. Lucas Flöther, dem Sachwalterteam um Dr. Rainer Eckert und dem General Counsel von Abellio Deutschland, Dr. Thilo Scholl.

Die Gesellschafterseite NS Groep BV sowie die Abellio Transport Holding B.V., in letzterer die niederländische Staatsbahn bisher ihre Auslandsbeteiligungen gebündelt hatte, wurde von einem Team von Watson Farley & Williams LLP unter der Führung von Dr. Klaus Schmid-Burgk (Insolvenzrecht und Kreditrecht), Dr. Felix Siebler (Vergabe- und Beilhilferecht), Dr. Björn-Axel Dißars (Gesellschaftsrecht), Torge Rademacher (IP Recht) und Justus Langelittig (Insolvenzrecht und Kreditrecht) beraten.

Nederlandse Spoorwegen N.V., zu Deutsch „Niederländische Eisenbahnen AG“, wurde von einem Hengeler Team um Dr. Daniel Weiß und Dr. Markus Reps beraten.

 

BRL Beraterteam für ABRM:

Dominik Demisch, Federführung (Insolvenzrecht, Verhandlungsführung)

Stefan Denkhaus, Federführung (Insolvenzrecht, Verhandlungsführung)

Nathalie Mohr (Insolvenzrecht)

Alexander Oberreit (Arbeitsrecht)

Andrea Ringle (IP/IT Recht, Datenschutz)

Victor von dem Bussche (Insolvenzsteuerrecht)

Dorthe Severitt (Immobilienrecht)

Dr. Christian Kahle (Öffentliches Wirtschaftsrecht)

Thekla Vierow (Öffentliches Wirtschaftsrecht, Vergaberecht)

 

 

Team Eigenverwaltung:

Prof. Dr. Lucas Flöther (Generalhandlungsbevollmächtigter)

Dr. Florian Eckelt (Generalhandlungsbevollmächtigter)

Pia Erdmann (Generalhandlungsbevollmächtigte)

Carsten Morgenstern (Insolvenzrecht)

Dr. Anna Katharina Wilke (Insolvenzrecht)

Andreas Diekmann (Insolvenzrecht)

Hendrik Engelmann (Arbeitsrecht)

Christian Beck (Insolvenzrecht, Dipl.-Kfm. Christian Beck)

Valentin Schmid (Insolvenzsteuerrecht, RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft)

Paula Holey (Insolvenzsteuerrecht, RSM GmbH, RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft)

 

 

Vergaberecht Abellio

Dr. Alexander Csaki, Bird & Bird

Ferdinand Sieber, Bird & Bird

 

 

Team Sachwaltung

Dr. Rainer Eckert (Sachwalter Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH, Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH, Abellio Rail GmbH, WestfalenBahn GmbH)

Stephan Poppe (Sachwalter Abellio GmbH)

Dr. Stefanie Zulauf (Insolvenzrecht, Sachwalterin PTS GmbH)

Torss Nagel (Insolvenzrecht)

Malte Schulz (Insolvenzrecht)

Dr. Eike Edo Happe (Insolvenzrecht)

Sandra Meier (Arbeitsrecht)

 

 

Inhouse

Dr. Thilo Scholl (General Counsel)



Verlag Dr. Otto Schmidt vom 16.06.2022 23:14

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