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Gienanth-Gruppe verkauft österreichische und tschechische Gesellschaften

• Verkauf erfolgt im Rahmen eines Share-Deals, bei dem sämtliche Unternehmensanteile übertragen werden / Käufer sind die NKMS Holding unter der Führung von Dr. Sarmini (95%) sowie Ing. Martin Niedermayr (5%)

• Einigung Ergebnis intensiver Verhandlungen im Rahmen der Investorensuche bei der Gienanth-Gruppe / Gienanth-Geschäftsführung: „Wichtiger Schritt in der Restrukturierung unserer gesamten Gruppe“

• Dr. Markus Sarmini, geschäftsführender Gesellschafter der NKMS Holding: „Die Gießereien in Steyr sowie die Weiterverarbeitung in Kaplice passen strategisch hervorragend zu unseren bestehenden Gießerei- und Fertigungsaktivitäten und ergänzen unser bestehendes Portfolio perfekt. Mit den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erweitern wir unser Know-how sowie unsere Fertigungsmöglichkeiten.“

Eisenberg/Steyr/Kaplice. Die Gienanth-Gruppe verkauft ihre österreichischen und tschechischen Tochtergesellschaften an die NKMS Holding GmbH (vertreten durch Dr. Markus Sarmini) sowie an Ing. Martin Niedermayr. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten beide Seiten Anfang Juli. Übertragen werden die Gienanth Steyr Guss GmbH sowie deren Tochtergesellschaften Gienanth Steyr MBA GmbH und Gienanth Czechia s.r.o. mit Sitz im österreichischen Steyr sowie dem tschechischen Kaplice. Der Verkauf erfolgt im Rahmen eines Share-Deals, bei dem sämtliche Unternehmensanteile übertragen werden. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt, dass die Gläubiger der Gienanth-Gruppe dem Verkauf zustimmen, sowie weiteren aufschiebenden Bedingungen, die innerhalb der kommenden Wochen erfüllt werden sollen. Alle Standorte bleiben erhalten und gehen auf die neuen Eigentümer über. Über die Details der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart.

„Dieser Share-Deal stellt einen wichtigen Schritt in der Restrukturierung unserer gesamten Gruppe dar, auch wenn unsere Standorte in Österreich und der Tschechischen Republik nie Teil des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung bei Gienanth waren, sondern stets außerhalb des Verfahrens unabhängig fortgeführt wurden“, sagen die Gienanth-Geschäftsführer Torsten Stein und Stephan Vrublovsky. „Wir übertragen eine erfolgreiche Unternehmensgruppe mit motivierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen wir für die Zukunft alles Gute wünschen. Wir sind überzeugt davon, dass die neuen Eigentümer die richtige Wahl sind und die Standorte erfolgreich auf die Zukunft ausrichten werden.“

Der Einigung waren intensive Verhandlungen im Rahmen einer zielgerichteten Investorensuche vorausgegangen, die die Gienanth-Gruppe im Zuge ihres Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung angestoßen hatte. Unterstützt wurden Stein und Vrublovsky bei der Investorensuche von der Beratungsgesellschaft Roland Berger mit Jörg Brunner, dem Restrukturierungsberater und Generalbevollmächtigten Dr. Jürgen Erbe von der Kanzlei Schultze & Braun sowie einem Team der Rechtsanwaltskanzlei BakerMcKenzie um Joachim Ponseck und Prof. Dr. Artur Swierczok. Ebenso unterstützten der in Deutschland bestellte Sachwalter Dr. Jan Markus Plathner sowie Christoph Enkler von der Kanzlei Brinkmann & Partner den Verkaufsprozess.

Die NMKS Holding GmbH als Muttergesellschaft betreibt mehrere Unternehmen in der Metallbranche und hat ihren Sitz in Wien. „Die Gießereien in Steyr sowie die Weiterverarbeitung in Kaplice passen strategisch hervorragend zu unseren bestehenden Gießerei- und Fertigungsaktivitäten und ergänzen unser bestehendes Portfolio perfekt. Mit den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erweitern wir unser Know-how sowie unsere Fertigungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt deshalb sehen wir in der Zusammenführung unserer Aktivitäten großes Potenzial bzw. Synergien und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, sagt Dr. Markus Sarmini, geschäftsführender Gesellschafter der NKMS Holding GmbH.

Über die Gienanth-Gruppe: Der Unternehmenshauptsitz in Eisenberg (Pfalz) wurde bereits 1795 als Hammerwerk gegründet. Heute ist die Gienanth-Gruppe eine im Markt bestens etablierte Gießerei-Gruppe, die sich auf die Herstellung und Veredelung hochwertiger Eisengussteile im Maschinen- und Handformverfahren spezialisiert hat. Gienanth bietet seinen Kunden einbaufertige Produktlösungen aus Eisenguss für die Mobilitäts- und Maschinenbauindustrie sowie die dezentrale Energieversorgung mit bis zu 15 Tonnen Stückgewicht. Zu den wichtigsten Produktgruppen sowohl in Groß- als auch in Kleinserien gehören Gussteile für Pkws und Nutzfahrzeuge, Land- und Baumaschinen sowie Bahntechnik, außerdem Zylinderkurbelgehäuse und Anbauteile für Großmotoren sowie Maschinenbaukomponenten. Mit insgesamt rund 1000 Mitarbeitenden erwirtschaftet die Unternehmensgruppe einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro pro Jahr.



Verlag Dr. Otto Schmidt vom 10.07.2024 08:41

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