Liquidität durch U-Kassen hilft in Krisensituationen

25.03.2020

· Belegschaft unterstützt Arbeitgeber durch Mittel der betrieblichen Altersvorsorge
· Unternehmen mit pauschaldotierten U-Kassen sind deutlich krisenresistenter
Nürnberg, 24. März 2019. Unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise leiden
insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Zwar hält der Staat eine Reihe an
Hilfsmaßnahmen zur Überbrückung bereit, aber die Unternehmer können bei einer zu
erwartenden Kreditklemme und Risikozuschlägen bei den Zinskonditionen auch selbst mehr
für Ihre Liquidität tun. Der Bundesverband pauschaldotierter Unterstützungskassen e.V.
(BV-pdUK) verweist vor diesem Hintergrund auf die Möglichkeiten der Innenfinanzierung.
Entlassungen und Gehaltskürzungen sind nur die letzten Mittel zur Sanierung
In der Krise greifen Arbeitgeber meist zu harten Mitteln wie Entlassungen oder drängen
zum Gehaltsverzicht. Für die Belegschaft aber bleibt auch der Gehaltsverzicht mit dem
Risiko behaftet, am Ende doch noch den Arbeitsplatz zu verlieren. Entlassungen und
Gehaltsverzicht sind immer nur das letzte Mittel. Um ein Unternehmen zu retten, sollten
vorher andere, nachhaltigere Sanierungswege gegangen werden“, sagt Manfred Baier,
Vorstandsvorsitzender des BV-pdUK.
Um Arbeitsplätze zu retten, könnte die Belegschaft über Gehaltsumwandlungen Mittel für
den fünften Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge, eine pauschaldotierte UKasse
(pdUK), aufbringen. Damit steht einerseits dem Betrieb notwendige Liquidität zum
Arbeitsplatzerhalt zur Verfügung und müssten Arbeitnehmer keine finanziellen Verluste
erleiden. Die U-Kasse ist somit ein guter Anreiz für Mitarbeiter, mit ihrem durch den
Pensionssicherungsverein aG (PSV) abgesicherten Beitrag als Kollektiv zum erfolgreichen
Bestehen ihrer Firma in dieser außergewöhnlichen Situation beizutragen, zumal es in vielen
Branchen schwierig sein dürfte, in einer solch ausgeprägten Krise einen neuen Arbeitgeber
zu finden.

Besser abgesichert in die Firma investieren als Arbeitsplatz zu verlieren oder auf
Löhne und Gehälter zu verzichten
Die Beiträge zur pdUK verbleiben unversteuert im Unternehmen und können zu
Finanzierungszwecken oder der Rückführung von Bankdarlehen eingesetzt werden. Auch
bleiben die Steuervorteile durch Verlustvorträge erhalten. Sollte es dennoch zu einer
Insolvenz des Arbeitgebers oder gar zum kompletten Aus kommen, sind die Ansprüche der
Arbeitnehmer aus der U-Kasse durch die PSV-Absicherung nicht verloren – ein für
Arbeitnehmer wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Sanierungskonzepten. Dem
Arbeitgeber indes bleiben die Mitarbeiter für den Tag erhalten, wenn sich die
Krisensituation wieder abmildert. Die Laufzeit einer Lohn- oder Gehaltsumwandlung kann
im Zweifel auch auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt werden.
„Die Schaffung von Liquidität gewinnt schon jetzt an Bedeutung. Das Aktivieren von
Möglichkeiten der Innenfinanzierung wird für viele Unternehmen daher noch wichtiger als
bislang“, so BV-pdUK-Vorstand Baier. Unternehmen, die die versicherungsfreie betriebliche
Altersversorgung als Finanzierungsinstrument schon lange betreiben, seien heute entweder
schuldenfrei oder können in der jetzigen Krise freier agieren. Unternehmen, die indes
Rückdeckungen durch Kapitalanlagen installiert haben, können diese veräußern oder
beleihen und sich auf diese Weise die notwendige Liquidität beschafft haben. Die pduk
zeigt sich hier deutlich als geeignetes Kriseninstrument.
Über den Bundesverband pauschaldotierte Unterstützungskassen e.V.
Der 2005 gegründete Bundesverband pauschaldotierte Unterstützungskassen mit Sitz in Nürnberg ist Interessenvertreter und
Dienstleister für seine Mitglieder nach außen und innen. Dazu zählen im Sinne des Netzwerkens Kontaktanbahnungen und
Kontaktpflege zwischen den verschiedenen Parteien, die Vermittlung von Informationen und die Durchführung von
Veranstaltungen. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und keine eigenwirtschaftlichen Zwecke
und ist für alle Unterstützungskassen-Konzeptionäre offen.

Pauschaldotierte Unterstützungskassen dienen seit rund 150 Jahren als Instrument der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Ihr
Wesen ist die Anlage der Altersvorsorgebeträge vornehmlich im Unternehmen des Arbeitgebers. Die pauschaldotierten UKassen
genießen weitreichende steuerliche und wirtschaftliche Vorteile und die Zusagen sind durch den
Pensionssicherungsverein der Deutschen Wirtschaft abgesichert. Vorstandsvorsitzender des Vereins ist Steuerberater und
Wirtschaftsprüfer Manfred Baier.

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