ZIP 1980, 55

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0723-9416 Zeitschrift für Wirtschaftsrecht ZIP 1980 ZIP-Report

Insolvenzrechtsreform – quo vadis?

Mitte der siebziger Jahre setzte mit Kilgers Referat über den ‚Konkurs des Konkurses‘ auf dem Berliner Anwaltstag 19751 und Uhlenbrucks zeitgleichem Beitrag ‚Zur Krise des Insolvenzrechts‘2 eine „Bewegung“ ein, die den Ruf nach einer Reform des Insolvenzrechts immer lauter werden ließ. Im Januar 1976 forderte der Deutsche Anwaltverein ein Sofortprogramm und leitete dem Bundesminister der Justiz einen von seinem Insolvenzrechtsausschuß ausgearbeiteten „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung konkursrechtlicher Bestimmungen“ zu. Hanisch hielt auf der Zivilprozeßrechtslehrertagung in Saarbrücken sein eingehendes Referat über die ‚Reformbedürftigkeit des Konkurs- und Vergleichsrechts‘3. Der Bundesminister der Justiz erteilte einer Sozialwissenschaftlichen Forschungsgruppe des Hamburger Max-Planck-Instituts für internationales und ausländisches Privatrecht einen Forschungsauftrag mit der Fragestellung: „Welches sind die Ursachen dafür, daß Konkursverfahren ihre Aufgaben nicht erfüllen, und wer trägt die Nachteile daraus?“. Der 51. Deutsche Juristentag im September 1976 in Stuttgart befaßte sich in seiner Abteilung „Kreditsicherung“ mit dem Thema: Empfehlen sich gesetzliche Maßnahmen zur Reform der Mobiliarsicherheiten? Auf dem anläßlich des einhundertjährigen Bestehens der Konkursordnung vom 10.2.1877 veranstalteten „Kölner Insolvenzrechtskongreß 1977“ berichtete Staatssekretär Dr. Erkel vom Bundesministerium der Justiz über die inzwischen vorliegenden Ergebnisse der Rechtstatsachenforschung des Max-Planck-Instituts. Friedrich Weber hielt sei-ZIP 1980, 56nen vielbeachteten Vortrag über die „Ziele und Wege der Insolvenzrechtsreform“4.
1
1)
KTS 1975, 142 ff.
2
2)
NJW 1975, 897 ff.
3
3)
ZZP 90 (1977), 1 ff.
4
4)
Festschrift „Einhundert Jahre Konkursordnung 1877 bis 1977“, 1977, S. 321.

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