ZIP 2005, 710

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2005RechtsprechungGesellschafts- und KapitalmarktrechtAktG § 57 Abs. 1, § 71 Abs. 1; BGB §§ 254, 826Keine Beschränkung der Haftung einer AG aus § 826 BGB für falsche Ad-hoc-Mitteilungen ihres Vorstands durch Kapitalerhaltungsgrundsätze („Comroad“)AktG§ 57AktG§ 71BGB§ 254BGB§ 826OLG Frankfurt/M., Urt. v. 17.03.2005 – 1 U 149/04 (nicht rechtskräftig; LG Frankfurt/M.)OLG Frankfurt/M.Urt.17.3.20051 U 149/04nicht rechtskräftigLG Frankfurt/M.

Leitsätze des Gerichts:

1. Die Grundsätze zur „Anlagestimmung“ finden im Rahmen der deliktischen Haftung für falsche Ad-hoc-Mitteilungen keine Anwendung. Die Ursächlichkeit der falschen Meldung für den Anlageentschluss muss anhand der Umstände des Einzelfalls festgestellt werden.
2. Die sich aus §§ 826, 31 BGB ergebende Haftung der AG für falsche Ad-hoc-Mitteilungen geht dem Grundsatz der Kapitalerhaltung (§ 57 Abs. 1 AktG) vor. Die Haftung der AG ist nicht auf ihr freies Kapital beschränkt.
3. Derartige Ansprüche sind nicht allein deshalb wegen Mitverschuldens (§ 254 BGB) zu kürzen, weil der Anleger ein „hochspekulatives Papier“ erworben hat.

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