ZIP 2012, 49

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2012AufsätzeWolfgang Ernst*

Privatrechtliche Folgen eines Ausscheidens einzelner Staaten aus der Euro-Währung – ein Problemaufriss

Geht man den Kernfragen nach, die ein „Euro-Ausstieg“ auf den Gebieten des Kollisionsrechts, des internationalen Prozessrechts und des materiellen Zivilrechts aufwerfen würde, ergibt sich ein ernüchternder Befund: Bei fortgesetzter Mitgliedschaft in der EU dürfte die einseitige Einführung einer Neuwährung – abgesehen von einer Prozesslawine – keinen wesentlichen Effekt haben: Aufgrund des Vorrangs des Europarechts müsste sich das Euro-Währungssystem rechtlich gegenüber einer im Alleingang eingeführten nationalen Eigenwährung durchsetzen. In dem betreffenden Staat selbst wäre die Umstellung auf eine Eigenwährung nur unter fortlaufendem Bruch von Europarecht zu erzwingen. In rechtlich effektiver Weise kann man zu einer Eigenwährung nur zurückkehren mittels Austritts aus der EU oder einer Änderung des EU-Vertrags, was eine Währungsreform „über Nacht“ ausschließen sollte.
*
Dr. iur., LL.M. (Yale), Universitätsprofessor, Zürich

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