ZIP 2016, Beilage zu Heft 22, S. 91

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0723-9416 Zeitschrift für Wirtschaftsrecht ZIP 2016 AufsätzeFriedrich Graf von Westphalen*

Doppelspurigkeit: Vertriebsmittler und online-Vertrieb des Versicherers

Mit diesem Beitrag möchte ich nicht nur eine Schriftleiterin ehren, sondern auch einer guten Freundin – die Offenheit ist am Ende eines langen Berufslebens gestattet – sehr herzlich Dank sagen. Die Zusammenarbeit begann wohl irgendwann im Jahr 1978, als der Verfasser ein umfangreiches Manuskript über einige Rechtsfragen des damals erst aus der Taufe zu hebenden Leasingrechts dem Verlag Dr. Otto Schmidt in Köln anbot. Dort arbeitete die hier zu Ehrende seinerzeit als Redakteurin. Das dann erscheinende Buchmanuskript mit dem Titel „Der Leasingvertrag“ war das erste Bindeglied, das erste gemeinsame Werk. Es folgten andere, an erster Stelle der mit Volker Röhricht gemeinsam herausgegebene HGB-Kommentar. Aber dann war da noch – es muss etwa im Jahr 1988 gewesen sein – ein denkwürdiges Mittagessen: Wir redeten und entwickelten Pläne, gemeinsame Vorhaben, und als die Nachspeise serviert wurde, waren es immerhin drei neue Projekte. Zwei davon erblickten das Licht des Tages, der Sammelband „Kaufrecht in Europa“ und „Handelsvertreterrecht in Europa“. Und während dieser Zeit erschienen dann auch die ersten drei Auflagen des Buches „Der Leasingvertrag“, und eines dieser Manuskripte sah am Ende – nach der kundigen Korrektur durch die hier zu Ehrende – sogar recht zerzaust aus, und die Bemerkung war angefügt: „Das tue ich auch nicht für jeden.“
Später übernahm dann die hier zu Ehrende die Chefredaktion der „ZIP“. Da wurde die Zusammenarbeit noch reger, noch intensiver, auch wenn der Standortnachteil damals Berlin hieß und nicht mehr Köln das Zentrum der jeweiligen beruflichen Interessen war. Viele Beiträge durchliefen in diesen Jahren ihre kundigen Hände. Doch es waren auch immer wieder einige – und dafür ist der Verfasser besonders dankbar –, bei denen die kurze Nachricht kam: „Abgelehnt“. Sicherlich viel höflicher formuliert und keineswegs schroff, doch in der Sache gleichwohl entschieden und klar, unerbittlich. Denn die Qualität der von ihr betreuten „ZIP“ forderte ihren Tribut. Das tat manchmal weh, aber es war allemal verständlich, nachvollziehbar und letztlich auch heilsam. Die Freundschaft wuchs, die Treue nahm zu. Denn immer dachte der Verfasser, wenn ihm ein neuer Gedanke, eine neue Idee kam, an die Jubilarin und ihre „ZIP“.
So ist es ganz naheliegend, dass der Verfasser in Erinnerung an zahllose Gespräche und viele Treffen – und damit auch an sehr viel Gemeinsames denkend – ein Thema für dieses Sonderheft der „ZIP“ gewählt hat, das Altes und Neues miteinander zu verbinden sucht, nicht nur das Thema des AGB-Rechts aufgreifend, sondern eben auch das des Vertriebsrechts und die sich aus der Digitalisierung ergebenden Herausforderungen für den schwächeren Vertragspartner, den Vertriebsmittler.
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Prof. Dr. iur., Rechtsanwalt, Köln

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