ZIP 2005, 1260

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2005AufsätzeJürgen D. Spliedt*

Lastschriftwiderspruch: Masse und Insolvenzverwalterhaftung aus dem „Nichts“?

Im Urteil vom 4.11.20041 hat der BGH bei einem Lastschriftwiderspruch die Haftung des Insolvenzverwalters wegen sittenwidriger Schädigung abgelehnt. Diese Entscheidung2 wirft zahlreiche Folgeprobleme auf. Wie lange ist der (vorläufige) Verwalter zu widersprechen berechtigt? Begründet eine nach Verfahrenseröffnung erteilte Genehmigung Masseschulden? Wie ist bei einer Kontopfändung zu verfahren? Bestehen Anfechtungsmöglichkeiten gegenüber Lastschriftgläubiger und Bank oder sind Masseminderungen nur über eine Verwalterhaftung zu kompensieren? Der Verfasser zeigt auf, dass sich das Urteil als eine stringente Fortentwicklung der bisherigen Judikatur des IX. Zivilsenats darstellt, die herrschende Auffassung zur Kontobelastung als ein bloßer Buchungsvorgang aber unzutreffend ist. Im Streit zwischen Genehmigungs- und Bedingungstheorie entscheidet er sich für eine vermittelnde Lösung, aus der er insbesondere anfechtungsrechtliche Konsequenzen ableitet.
*
Dr. oec., Rechtsanwalt, vereidigter Buchprüfer und Insolvenzverwalter, Berlin
1
BGH – IX ZR 22/03, ZIP 2004, 2442, dazu EWiR 2005, 121 (Gundlach/Frenzel); ebenso die am selben Tag verkündeten Urteile IX ZR 82/03, dazu Streit/Schiermeyer, EWiR 2005, 123, sowie IX ZR 28/04, dazu Gantenberg, EWiR 2005, 227. Ähnlich schon KG ZVI 2005, 75 = ZInsO 2004, 1361; AG Charlottenburg DZWIR 2005, 39 (m. Anm. Fehl), dazu Jungmann, EWiR 2005, 399.
2
Besprechungen von Bork, ZIP 2004, 2446; ders., EWiR 2004, 237; s. auch Bork, in: Festschrift Gerhardt, 2004, S. 69; Dahl, NZI 2005, 102; Feuerborn, ZIP 2005, 604; Flitsch, BB 2005, 17; Jungmann, NZI 2005, 85; Kuder, ZInsO 2004, 1356; Meder, NJW 2005, 637.

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