ZIP 2013, 1400

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2013RechtsprechungVerfahrens- und VollstreckungsrechtZPO § 130 Nr. 6, §§ 233, 519 Abs. 4Anforderungen an die Unterschrift des Anwalts unter BerufungsschriftZPO§ 130ZPO§ 233ZPO§ 519BGH, Beschl. v. 11.04.2013 – VII ZB 43/12 (OLG Nürnberg), NJW 2013, 1966BGHBeschl.11.4.2013VII ZB 43/12NJW 2013, 1966OLG Nürnberg

Leitsätze des Gerichts:

1. Der Schriftzug eines Rechtsanwalts am Ende einer Berufungsschrift erfüllt die Anforderungen an die nach § 130 Nr. 6 ZPO zu leistende Unterschrift nur, wenn er erkennen lässt, dass der Unterzeichner seinen vollen Namen und nicht nur eine Abkürzung hat niederschreiben wollen (st. Rspr.; beispielsweise BGH, Beschl. v. 28.9.1998 – II ZB 19/98, NJW 1999, 60, dazu EWiR 1998, 1151 (Hirtz)).
2. Ist der diesen Anforderungen nicht entsprechende Schriftzug so oder geringfügig abweichend von den Gerichten längere Zeit ohne Beanstandung als formgültige Unterschrift hingenommen worden, kann der Rechtsanwalt darauf vertrauen, dass er den Anforderungen des § 130 Nr. 6 ZPO entspricht. Wird der Schriftzug vom Berufungsgericht in einem solchen Fall nicht als Unterschrift anerkannt, ist dem Berufungskläger in der Regel wegen Versäumung der Berufungsfrist auf Antrag Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren.

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