ZIP 2008, A 64

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2008Aktuell212

BFH zu Darlehenskonto eines Gesellschafters als Eigenkapital

Ein von der Gesellschaft für den Gesellschafter geführtes Konto ist als Eigenkapital der Gesellschaft zu beurteilen, wenn ein Guthaben auf dem Konto mit Verlustanteilen des Gesellschafters verrechnet werden kann. Dabei reicht es aus, wenn eine solche Verrechnung erst bei Austritt des Gesellschafters aus der Gesellschaft vorgesehen ist. Das hat der BFH mit Urteil vom 15.5.2008 (IV R 46/05) entschieden.
In dem zugrunde liegenden Fall war zu entscheiden, ob Verlustanteile eines Kommanditisten nach § 15a EStG mit anderen positiven Einkünften ausgeglichen werden durften. Der Kommanditist hatte auf einem als „Darlehenskonto“ bezeichneten und verzinsten Konto Gewinnanteile aus früheren Jahren stehen gelassen. Verluste wurden auf einem besonderen Vortragskonto gebucht, waren aber bei einem Ausscheiden des Gesellschafters mit dem „Darlehenskonto“ zu verrechnen.
Wegen dieser Verrechnungsmöglichkeit sei das Konto entgegen seiner Bezeichnung Eigenkapital der Gesellschaft, so der BFH.

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