ZIP 2007, 1602

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2007RechtsprechungGesellschafts- und KapitalmarktrechtBGB §§ 421, 426 Abs. 1 Satz 1 Halbs. 2, § 781; SGBIV§ 28e Abs. 1Kein Gesamtschuldnerausgleich zwischen Gesellschaft und organschaftlichem Vertreter, der wegen rückständiger Sozialabgaben Schuldanerkenntnis abgegeben hatBGB§ 421BGB§ 426BGB§ 781SGB IV§ 28eBGH, Urt. v. 09.07.2007 – II ZR 30/06 (OLG Jena)BGHUrt.9.7.2007II ZR 30/06OLG Jena

Leitsätze des Gerichts:

1. Gibt der organschaftliche Vertreter einer Gesellschaft gegenüber einer Sozialkasse für rückständige Sozialabgaben der Gesellschaft zu Sicherungszwecken ein konstitutives Schuldanerkenntnis ab, haften die Gesellschaft und der organschaftliche Vertreter für die Sozialabgaben als Gesamtschuldner i.S.v. § 421 BGB.
2. Zahlt die Gesellschaft die rückständigen Abgaben, kann sie von ihrem organschaftlichen Vertreter keinen Gesamtschuldnerausgleich nach Kopfteilen (§ 426 Abs. 1 Satz 1 BGB) verlangen. Dem steht § 426 Abs. 1 Satz 1 Halbs. 2 BGB entgegen. Im Innenverhältnis zwischen der Gesellschaft und dem organschaftlichen Vertreter ist allein die Gesellschaft als Arbeitgeberin zahlungspflichtig.

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