ZIP 2015, A 72

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OLG Hamburg: Haftung des Insolvenzverwalters wegen Beendigung einer D&O-Versicherung

Eine Pflichtverletzung des Insolvenzverwalters kommt in Betracht, wenn dieser unabgestimmt und ankündigungslos die für den Geschäftsführer bestehende D&O-Versicherung beendet. Das hat das OLG Hamburg mit Beschluss vom 8.7.2015 (11 U 313/13) entschieden.
Das OLG hat weiter festgestellt, dass die mit dem sog. Claims-Made-Prinzip verbundenen Nachteile in einer D&O-Versicherung eine unangemessene Benachteiligung darstellen, wenn die regelmäßige dreijährige Nachmeldefrist für den Fall der Insolvenzantragstellung der Gesellschaft vollständig ausgeschlossen wird.