ZIP 2008, A 75

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2008Aktuell252

LAG Düsseldorf zur Dank- und Wunschformel in Arbeitszeugnis

Ein Arbeitszeugnis ist nach gefestigter Rechtsprechung des BAG im Interesse des beruflichen Fortkommens des Arbeitnehmers wohlwollend zu fassen. Bei der Formulierung muss daher die übliche Zeugnissprache beachtet werden. Das Weglassen üblicher Höflichkeitsfloskeln,ZIP 2008, A 76wie etwa eine abschließende Schlussbemerkung, ist geeignet, Misstrauen beim Leser zu wecken und das Zeugnis zu entwerten. Ein ausscheidender Arbeitnehmer hat einen Anspruch darauf, dass diese Grundsätze bei der Formulierung seines Arbeitszeugnisses beachtet werden. Er kann jedoch von seinem Arbeitgeber nicht verlangen, dass dieser ihm für die gute Zusammenarbeit dankt und die Zukunftswünsche nicht nur auf den beruflichen, sondern auch auf den privaten Lebensweg bezieht. Das hat das LAG Düsseldorf mit Urteil vom 21.5.2008 (12 Sa 505/08) entschieden.
Auch wenn man der Ansicht folge, dass der Arbeitgeber grundsätzlich verpflichtet ist, in das qualifizierte Zeugnis eine bewertungsneutrale Schlussformel aufzunehmen, so sei jedenfalls dann der zusätzliche Ausdruck von Dank und Bedauern nicht geschuldet, wenn – wie in dem zugrunde liegenden Rechtsstreit – die dem Arbeitnehmer zustehende Leistungs- und Verhaltensbewertung nicht über ein „befriedigend“ hinausgeht.

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