ZIP 2008, A 81

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2008Aktuell272

BGH: Schwarzhandel mit Bundesligakarten

Sportvereine können nichtautorisierten Händlern den Vertrieb von Eintrittskarten zu ihren Heimspielen nicht untersagen, wenn die Händler die Karten von Privatpersonen erworben haben. Sie können jedoch den Bezug der Karten von ihren Vertriebsorganisationen verhindern. Das hat der BGH mit Urteil vom 11.9.2008 (I ZR 74/06 – bundesligakarten.de) zu einer Klage des Hamburger SV entschieden.
Der HSV dürfe einen Verkauf an gewerbliche Händler ablehnen. Die entsprechende Klausel seiner AGB sei wirksam. Der Erwerb der Karten mit der Absicht des Weiterverkaufs stelle einen unlauteren Schleichbezug dar.
Beim Erwerb von Privatpersonen hingegen liege keine Täuschung über die Wiederverkaufsabsicht vor. Zwar verstießen Privatpersonen mit dem Verkauf an die Beklagten gegen ihre vertragliche Verpflichtung gegenüber dem HSV; das Verhalten der Beklagten sei aber nicht unter dem Aspekt des Verleitens zum oder des Ausnutzens fremden Vertragsbruchs wettbewerbswidrig.

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