ZIP 2009, 2220

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2009RechtsprechungVerfahrens- und VollstreckungsrechtKSchG § 1; BGB § 612a; ZPO §§ 284, 286; GG Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1, Art. 12Kein Beweisverwertungsverbot bei zufälligem Mithören eines TelefongesprächsKSchG§ 1BGB§ 612aZPO§ 284ZPO§ 286GGArt. 1GGArt. 2GGArt. 12BAG, Urt. v. 23.04.2009 – 6 AZR 189/08 (LAG München), DB 2009, 1936 = NZA 2009, 974 = NZG 2009, 1065 +BAGUrt.23.4.20096 AZR 189/08DB 2009, 1936 = NZA 2009, 974 = NZG 2009, 1065LAG München

Leitsätze des Gerichts:

1. Das zivilrechtliche allgemeine Persönlichkeitsrecht des Gesprächspartners eines Telefongesprächs ist verletzt, wenn der andere einen Dritten durch aktives Handeln zielgerichtet veranlasst, das Telefongespräch heimlich mitzuhören. Aus der rechtswidrigen Erlangung des Beweismittels folgt ein Beweisverwertungsverbot: Der Dritte darf nicht als Zeuge zum Inhalt der Äußerungen des Gespächspartners vernommen werden, der von dem Mithören keine Kenntnis hat.
2. Konnte ein Dritter zufällig, ohne dass der Beweispflichtige etwas dazu beigetragen hat, den Inhalt des Telefongesprächs mithören, liegt keine rechtswidrige Verletzung des zivilrechtlichen allgemeinen Persönlichkeitsrechts des Gesprächspartners vor. In diesem Fall besteht deshalb auch kein Beweisverwertungsverbot.

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