ZIP 2014, 2220

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2014AufsätzeKlaus-Stefan Hohenstatt / Heinz Josef Willemsen / Sebastian Naber*

Zum geplanten Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe an Führungspositionen. Gut gemeint – aber auch gut gemacht?

Die Ausgangslage ist klar: In Deutschlands Aufsichtsräten und Vorständen und auch in der Führungsebene darunter befinden sich noch immer viel zu wenige Frauen. Es werden deshalb in den Unternehmen der Privatwirtschaft seit einigen Jahren vielfältige Maßnahmen ergriffen, um dies zu ändern: Mentoren- und Förderprogramme, Kulturwandel, Förderung flexiblerer Arbeitszeitmodelle, Unconscious-Bias-Trainings und vieles mehr. Die Fortschritte sind – nach relativ kurzer Zeit ist dies nicht allzu überraschend – bisher ausgeblieben oder jedenfalls spärlich. Man kann deshalb durchaus die Meinung vertreten, dass nunmehr die Stunde des Gesetzgebers geschlagen habe, um der Selbstregulierung gewissermaßen „Beine zu machen“ und „harte“ Quoten durchzusetzen. Will man einen solchen Plan entgegen vielerlei Skepsis klug und mit Umsicht vorantreiben, empfiehlt es sich indessen, solche gesetzlichen Maßnahmen unter Beachtung der europarechtlichen Vorgaben und des Verfassungsrechts zu konzipieren und darauf Bedacht zu nehmen, dass die gesetzlichen Regelungen präzise verfasst sind und deren systemkonforme Umsetzung in praktikabler Weise gewährleistet ist. Andernfalls kann man der „guten Sache“ einen „Bärendienst“ erweisen. Denn wie so oft gilt auch hier: „Gut gemeint“ heißt nicht „gut gemacht“.
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Dres. iur.; der Autor Hohenstatt ist Partner der Freshfields Bruckhaus Deringer LLP und Honorarprofessor der Bucerius Law School; der Autor Willemsen ist Partner der Freshfields Bruckhaus Deringer LLP und Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum; der Autor Naber ist Rechtsanwalt der Freshfields Bruckhaus Deringer LLP, Hamburg.

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