ZIP 2001, 2274

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP2001RechtsprechungBank- und KreditsicherungsrechtBGB §§ 826, 276; BörsG § 53Schadensersatzanspruch des Anlegers bei unzureichender Aufklärung des Vermittlers von Terminoptionen über die Verringerung der Gewinnchance durch Provisionsaufschlag (hier: 81,82 %)BGB§ 826BGB§ 276BörsG§ 53BGH, Urt. v. 16.10.2001 – XI ZR 25/01 (OLG Hamburg)BGHUrt.16.10.2001XI ZR 25/01OLG Hamburg

Leitsätze der Redaktion:

1. Der gewerbliche Vermittler von Terminoptionen ist verpflichtet, dem Kaufinteressenten vor Vertragsschluss schriftlich die Kenntnisse zu vermitteln, die dieser benötigt, um den Umfang seines Verlustrisikos richtig einzuschätzen. Hierzu gehört insbesondere eine deutliche Aufklärung über die Verringerung der Gewinnchance durch einen Provisionsaufschlag des Brokers (hier: 81,82 %).
2. Die Broschüre des Anlagevermittlers muss nicht nur zutreffend und vollständig informieren, sondern auch so gestaltet sein, dass ihr Inhalt den Leser nicht systematisch ermüdet und von den wesentlichen Informationen ablenkt.
3. Hinweise auf obergerichtliche und höchstrichterliche Rechtsprechung aus den Achtzigerjahren genügen den an die Aufklärung des Anlegers zu stellenden Anforderungen nicht.
4. Für die Risikoaufklärung des Anlegers hat der Geschäftsführer der Anlagevermittlungsgesellschaft Sorge zu tragen. Andernfalls haftet er gem. § 826 BGB auf Schadensersatz.

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