ZIP 1996, 325

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln0723-9416Zeitschrift für WirtschaftsrechtZIP1996RechtsprechungBank- und KreditsicherungsrechtBörsG § 53; BGB § 276Unterbrechung der Kausalität eines Börsentermin-Erstgeschäfts mit Aufklärungsmangel durch nachfolgendes VerlustgeschäftBörsG§ 53BGB§ 276OLG Köln, Urt. v. 27.10.1995 – 19 U 275/94 (rechtskräftig)OLG KölnUrt.27.10.199519 U 275/94rechtskräftig

Leitsatz des Gerichts:

Selbst wenn die anlegergerechte Aufklärung eines Bankkunden, der covered warrants erwerben will, vor dem Erstgeschäft unterblieben ist, muß dieser Aufklärungsmangel nicht stets für den späteren Kauf von covered warrants ursächlich sein. Der Kausalzusammenhang kann dadurch unterbrochen werden, daß der Kunde nicht abwartet, wie das erste Geschäft mit Optionsscheinen ausgeht, sondern rasch weitere Käufe von covered warrants tätigt, dabei Gewinne und herbe Verluste erleidet und nach hinreichender Aufklärung der Bank zahlreiche weitere Aufträge zum Erwerb und zur Veräußerung von covered warrants erteilt. Ein sol-ZIP 1996, 326ches Verhalten des Bankkunden ist nicht mehr kausal auf das auf Aufklärungsmängel beruhende Erstgeschäft zurückzuführen; die Kausalkette ist durch freie Willensentscheidung des Bankkunden nach Kenntnis vom Charakter der Optionsgeschäfte und nach umfassender Aufklärung unterbrochen worden.

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